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Hier die Geschichte von Yasemin


Ich heisse Yasemin und bin 22 Jahre alt. Meine Mutter hat mich geboren, als sie 20 war und sich ca. ein Jahr danach scheiden lassen. Meinen Vater habe ich nach dem sechsten Lebensjahr nicht mehr gesehen.

Nach der Scheidung lebten wir mehr oder weniger allein. Meine Mutter hatte zwar immer mal wieder einen Freund, aber mehr auch nicht. Dann lernte sie eines Tages D. kennen. Wir lebten in Osnabrück, er in Bielefeld. Am Wochenende kam er zu uns oder wir sind zu ihm gefahren. Dann wurde es ernst, von Heirat war die Rede. Da meine Mama nicht am arbeiten war, sind wir zu ihm nach Bielefeld gezogen. Damals war ich sieben.

Danach die Zeit gings hoch her, D. war Alkoholiker, Spiegeltrinker (die extremste Form des Alkoholismus). Nachdem meine Mama ihn eines Tages vor die Wahl gestellt hat, entweder Alkohol oder sie, hat er eine Entziehungskur mitgemacht. Zu diesem Zeitpunkt war ich ungefähr neun.

Wie danach alles genau angefangen hat weiss ich nicht, mittlerweile möchte ich es auch gar nicht wissen. Ich weiss nur noch, dass ich damals öfter mal bei meinen Eltern im Bett geschlafen habe. Und eines Nachts bin ich wach geworden, weil D. meinen Kopf unter die Decke in Richtung seines Unterleibs gedrückt hat. Damals wusste ich natürlich nicht, was das sollte. Wer kommt auch auf den Gedanken, einem 9jährigen Kind etwas über Sex beizubringen????

Aber gewehrt habe ich mich und daraufhin liess er mich erstmal in Ruhe, zumindest für diese Nacht. Danach wurden die Zwischenfälle immer häufiger, er fasste mich überall an, nahm meine Hand und berührte damit sein Glied. Einmal hat er meiner Mutter weisgemacht, ich würde mich nicht richtig waschen. Also ist er mit mir zusammen unter die Dusche gegangen, "um mir zu zeigen, wie man sich richtig wäscht." Natürlich ging das nicht, ohne mich überall zu berühren, er hat sogar versucht in mich einzudringen mit dem Finger. Dabei oder danach wurde mir dann immer folgendes gesagt: "Sag es nicht deiner Mutter, sie wird sonst traurig", "wehre dich nicht, du wirst sehen, wie schön das ist", "du willst es doch auch". Diesen Satz fand ich am Besten, denn dass ich es nicht wollte, habe ich mehr als einmal zum Ausdruck gebracht. Wobei ich aber auch das Problem hatte, dass mir von allen gesagt wurde, ich müsse auf ihn hören, weil er ab sofort sowas wie ein Vater für mich sein würde. Also habe ich stillgehalten. Nur wenns mir wehtat oder er versucht hat, mir sein Glied in den Mund zu stecken, habe ich mich gewehrt.

So ging das ein paar Jahre, ich musste ihn mit der Hand und manchmal auch mit dem Mund befriedigen, er hat mich überall betatscht und manchmal auch seinen Finger in mich reingesteckt. Dann habe ich durch einen Zufall ein Buch über Missbrauch in die Hände bekommen. Und was musste ich zu meinem grossen Erstaunen feststellen???? Das, was er mit mir tut, ist verboten. 4 Jahre schon hat er verbotene Sachen mit mir gemacht, ohne dass ich wusste, dass er es nicht darf.

Also habe ich ihm beim nächsten Mal gesagt, er solle mich in Ruhe lassen, sonst würde ich es erzählen. Und was war die Antwort: "Dir wird eh niemand mehr glauben. Du bist doch hier die kleine Schlampe, die ihren Stiefvater verführt, wieso sonst hast du 4 Jahre lang den Mund gehalten? Geh du ruhig und erzähl alles. Dann wirst du ins Heim kommen und deine Familie wird nie mehr wieder etwas mit dir zu tun haben wollen."

 

 

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Survivor (Überlebende)