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Hier einige Gedichte meiner Lieblingsdichterin

Verschlossene Seele

Leer sind deine Augen, du ruhiges Wesen, kein Glanz mehr in ihnen. Der Weg zur Seele verschlossen durch Barrikaden aus Einsamkeit, Trauer, Schmerz und Resignation.

Dein Herz steht fast still, es hat seinen Lebensmut längst schon verloren und will nun nicht mehr.

Du stehst dort am Fenster und blickst nicht hinab. Die Augen geschlossen. Und wenn du nun fällst, wird niemand dich halten und ich sterb mit dir.

(c) by Asrai

 

Schwarze Prinzessinnen

Bittersalzige Tränen, auf Porzellanwangen bleich wie Schnee. Und Augen so blau. Wie der Himmel. Ein Kleid von Schwärze. Wie kein Auge es jemals hat erblickt.

Wenn nur der Blick nicht gar so leer. Wenn nur der Kopf nicht so gesenkt. Eine Prinzessin könnt sie sein. Ihr Königreich bestünde aus Schnee, Ihr Hofstaat nur aus schwarzen Engeln. Und Trauer wäre ihr Gemahl.

Nur kommt es anders als man denkt. Und Engel gibt es keine mehr. Prinzessinnen in schwarzem Kleid sind nur noch Traum spät in der Nacht.

Und an dem Abgrund steht sie dort. Und kein Hofstaat hinter ihr. Und springt sie nun dort in den Tod, so stirbt ein kleiner Teil von mir.

(c) by Asrai

Ein kleines Stück gestorben

Tränen am Grab der Sterblichen. Ein Kranz aus Gänseblümchen, für eine reine Seele. Lächelnde Regenwolken und wärmender Sturmwind.

Gedanken endlos weit entfernt. Mit Engelsflügeln in den Himmel, wo du nun verweilst.

Lachende Kinderaugen, in Ozeanfarben. Zufriedene Porzellanpuppengesichter. Und keine blutenden Wunden mehr.

Und auf der erde, jemanden zurückgelassen, in Ungewissheit, trauer und Ratlosigkeit.

Glück gesucht und gefunden?

Melodien der Vergangenheit, Töne der Sehnsucht, Klang der Unendlichkeit.

Ein kleines Stück mit dir gestorben.

(c) by Asrai

Halt mich

Wenn ich drohe zu versinken, in tiefer kalter Einsamkeit, wenn des todes Engel winken, aus den Tälern meiner Dunkelheit.

Ich weiß dann oft nicht mehr wohin, Verzweiflung packt mich fest am Schopf.Wer weiß schon wie ich wirklich bin, reicht eine Kugel in den Kopf.

Doch eh ich vollends untergehe, keimt ein Gedanke wie ein Licht. Ich reiß die Arme in die Höhe, heb meinen Kopf, seh dein Gesicht.

Es schaut mich gnädig lächelnd an. Und deine Hände deine warmen, packen feste zu und dann, lieg ich in deinen starken Armen.

Und aller Schrecken dieser Welt, wird auf einmal nichtig klein. Bis auf den Arm der mich nun hält gilt fast nichts mehr, nur du allein.

Und ich lass mich in Dich fallen, richte das Wort noch mal an dich, lass mich niemals auf den Boden prallen, pack mich fest und ....Halte mich!

(c) by Asrai

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Survivor (Überlebende)