Alltagsprobleme
Hier möchte ich jetzt von den Alltagsproblemen schrieben, die jede Überlebende fast in der gleichen Weise hat, egal ob es ein einmaliges Trauma oder ein länger anhaltendes Traumta gegeben hat. Bei manchen reicht ein einmaliger Übergriff und die Probleme sind dieselben, wie bei Überlebenden, die dies mehrere Jahre mitgemacht haben. Jeder Übergriff und jedes Trauma ist gleich schlimm, da dieselben Überlebensmechanismen im Gehirn ablaufen.
Eines der größten und weitverbreiteten Phänomene ist die Dissoziation.
Jeder von uns kennt die Alltagsdissoziation, sie ist den meinsten aber garnicht bewusst. Das bekannteste Beispiel ist der Weg zur Arbeit, der jeden Tag mit dem Auto gefahren wird. Du fährst und bist auf einmal da, Dir ist aber überhaupt nicht bewusst, wie Du zur Arbeit gekommen bist.
Dann gibt es die traumatisch bedingte Dissoziation, bei dieser Form haben manche das Gefühl den Körper zu verlassen und neben sich zu stehen, oder sich oben an der Decke zu befinden und alles von oben zu sehen.
Im Alltag passiert es das man Dinge tut und sich hinterher garnicht daran erinnert, dies getan zu haben. Man fühlt nur eine Leere in sich oder aber alles kommt einem wie in einem Nebel vor.
Das ist ein völlig normaler Vorgang und keine Krankheit sondern eine Störung, die behoben werden kann, wenn sie denn erkannt worden ist.
Unser Gehirn hat in diesem Moment, die bedrohliche Situation abgespalten und verdrängt, leider ist diese Verdrängung nicht von Dauer, sondern irgendwann werden die Erinnerungen daran wieder freigegeben. Davor können wir nicht weglaufen.